Das Gelände der Elbinsel Kaltehofe steht seit 1990 leer. In den hundert Jahre alten Filterbecken wurde jahrzehntelang von den Hamburger Wasserwerken das Elbewasser und später auch das Grundwasser aufbereitet. Ein Agenda-21-Prozess, vor einigen Jahren von der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte initiiert, sah immer ein nachhaltiges Nutzungskonzept für die Elbhalbinsel vor. Denn das Gelände verwilderte in den Jahren des Leerstands. Viele Tiere fanden dort einen ungestörten Lebensraum. Circa 14 Hektar des Geländes sollen nun in das Naherholungsgebiet „Wasserkunst Kaltehofe“ eingebunden werden – darunter auch acht der 22 Becken. In der historischen Verwaltungsvilla soll ein Besucherzentrum und ein Café entstehen. Seit Monaten bietet die hamburger arbeit Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem Gelände im Garten- und Landschaftsbau sowie der Gebäudesanierung an. Nach dem bisherigen Sachstand ist die Eröffnung von Museum und Café für den kommenden Sommer 2011 geplant. In einer Kleinen Anfrage möchte ich unter anderem wissen, welchen Fortschritt die Baumaßnahmen machen und welche Betreiber für die Wasserkunst Kaltehofe vorgesehen sind?
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Aus der Antwort des Senats auf meine Kleine Anfrage zu einer Fahrradleihstation in Rothenburgsort ging hervor, dass die zuständige Behörde grundsätzlich Potenzial für eine oder zwei StadtRAD-Stationen vor Ort sieht. Bis jetzt blieb Rothenburgsort trotz der Erweiterung des Fahrradleihsystems in Richtung Osten unberücksichtigt. Der Senat hat nun mitgeteilt, dass auch in der zweiten Ausbaustufe im Jahr 2011 Rothenburgsort nicht Teil des StadtRADs wird. In meiner aktuellen Kleinen Anfrage möchte ich wissen, warum sich die zuständigen Stellen trotz Potentials mindestens einer Leihstation in Rothenburgsort dagegen ausgesprochen haben. Außerdem frage ich nach dem augenblicklichen Planungsstand der Radwegeverbindung über das Großmarkt-Gelände.
Über 70 Stationen des im letzten Jahr eingeführten Fahrradleihsystems, StadtRAD genannt, gibt es in Hamburg. Bis August 2010 soll das System auf über 80 erweitert werden. In den Stadtteilen des Hamburger Ostens (ohnehin unterversorgt) sind weitere Fahrradstationen auf der Veddel und in Wilhelmsburg vorgesehen. Rothenburgsort geht leer aus. Unverständlich vor dem Hintergrund, dass Rothenburgsort nicht nur weniger als 4 Kilometer vom Hauptbahnhof entfernt ist, sondern auch in unmittelbarer Nähe zu den beliebten Ausflugszielen Kaltehofe und den Vier- und Marschlanden liegt. Hinzu kommt, dass es hier bei uns mehrere Hotels gibt, die insgesamt mehr als 500 Betten für Touristen vorhalten. Also, warum ist der Senat der Meinung, dass es in Rothenburgsort keine Menschen gibt, die das StadtRAD nutzen würden? Hier meine aktuelle Kleine Anfrage dazu.
Es ist ein Projekt, das ich schon lange verfolge: Mit einem Antrag in der letzten Legislaturperiode hatte sich die SPD-Bürgerschaftsfraktion für einen an die Autobahnbrücke A 1 (Norderelbbrücke) „angehängte“ Fußgänger- und Fahrradfahrerbrücke stark gemacht, die im Rahmen der IBA realisiert werden könnte. Die Handelskammer Hamburg hatte in ihrem Konzept „Die Entwicklungsperspektive der Elbinsel“ aus dem Jahre 2004 bereits eine ebensolche zusätzliche Möglichkeit der Querung vorgesehen, die eine Verbindung zwischen dem Wilhelmsburger Osten und Rothenburgsort bzw. den Vier- und Marschlanden schaffen würde. Die IBA Hamburg nahm das Projekt dann auch in ihre Planungen auf. Trotzdem:
Während die GAL-Fraktion sich für diesen Antrag aussprach, lehnte die CDU dieses Ansinnen in der Bürgerschaft ab. Von der CDU beschlossen wurde stattdessen die Prüfung der Einrichtung eines möglichen provisorischen Fährtransfers während der Sommermonate und der Wochenenden. Eingerichtet wurde dieser jedoch bis heute nicht. Weil ja die Sommermonate mal wieder in greifbare Nähe gerückt sind, wollte ich vom Senat wissen (Kleine Anfrage), ob da noch was voran geht. Antwort: Fehlanzeige. Zum CDU-Projekt meint der Senat: die Einrichtung eines Fährverkehrs über die Norderelbe Investitionen in Millionenhöhe für die zu erstellenden Anleger erfordern würde und hohe Betriebskosten für den Fährverkehr bei insgesamt geringer Nachfrage zur Folge hätte. Vor diesem Hintergrund wird das Projekt derzeit nicht verfolgt. Und die Brücke? Fällt aus wegen zu teuer. Fragt sich noch, was eigentlich “begrenzte finanzielle Ressourcen” im Rahmen der IBA bedeutet….
Ich wünsche allen ein schönes Osterfest im Kreise lieber Menschen. Vielleicht führt Sie das wunderschöne Wetter ja nach Rothenburgsort, in den Entenwerder Park oder nach Kaltehofe.
Hier noch einen Last-Minute-Tipp von mir für das Färben von Eiern – die eine oder andere Zutat findet sich bestimmt in Speisekammer oder Küchenschrank. Man braucht Blaubeeren (blau), Rote Beete (rot), Brennesseln (grün), Kurkuma oder Johanniskrauttee (gelb) sowie Zwiebelschalen (braun). Diese Zutaten kocht man getrennt in verschiedenen Töpfen mit etwas Essig auf. Währenddessen wäscht man die weißen Eier mit Spülmittel um sie zu entfetten. Entweder man legt sie jetzt schon in die jeweiligen Töpfe und lässt es eine Weile kochen. Oder man verziert sie vorher noch mit flüssigen Wachs – das ist aber eher was für größere Kinder und geduldige Menschen. Das flüssigen Wachs lässt man auf die Eier tropfen (jetzt kann man sie noch weiter verzieren solange das Wachs flüssig ist) und lässt sie kurz trocknen. Dann ebenfalls ab in den Topf. Später kratzt man das Wachs ab. So werden u.a. die Eier in der Lausitz gefärbt und geschmückt (worauf Mitarbeitern Susanne Wert legt
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Viel Spass beim Nachmachen und schöne Ostertage!
Der Senat hat seine Planungen zur Rothenburgsorter Wasserkunstinsel Kaltehofe vorgestellt – ich bewerte sie kritisch, insbesondere was die vorgesehene Öffnung der Elbinsel Kaltehofe für den Autoverkehr angeht. Kaltehofe ist ein Naherholungsgebiet für den Stadtteil Rothenburgsort. Hier ist Hamburgs einzige Kormorankolonie entstanden. Das Industriedenkmal zu erhalten und behutsam zu öffnen, ist richtig. Die Anlage wird aber nicht erst dann erlebbar, wenn dort ein 50 Meter hoher Event-Aussichtsturm gebaut wird, finde ich. Der Senat plant genau das. Was völlig außer Acht bleibt: Rothenburgsort hat einen 64 m hohen Wasserturm aus dem Jahre 1848, der früher schon als Ausflugsziel gern genutzt wurde. Er ist das Wahrzeichen des Stadtteils, wird aber leider nicht zugänglich gemacht. Ihn zu reaktivieren, wäre die bessere Lösung.
Das Ergebnis des Agenda-21-Prozesses, an dem auch die örtliche SPD mitgearbeitet hatte, sah unter anderem vor, den Kaltehofe Hauptdeich weiterhin autofrei zu halten. Nach dem Senatswillen sollen nun plötzlich doch wieder Autos bis vor die historische Villa fahren und dort parken können. Außerdem sind die Planungen unvollständig. Die Kostenkalkulation steht, aber wesentliche Fragen sind nicht gelöst. So fehlt ein Verkehrskonzept, sowohl für den öffentlichen Nahverkehr, als auch und vor allem für das zu erwartende PKW-Aufkommen. Die Verkehrsbelastung ist im Rothenburgsorter Wohngebiet ohnehin schon extrem. Hier wird zwar mit etlichen hundert Besuchern am Tag gerechnet, aber wo diese – auch außerhalb des romantischen Naturgeländes – ihre Autos lassen können, scheint für den Senat kein Thema.
Sechs Millionen lässt der Senat sich das Ganze kosten, jährlich gibt er 75.000 € zu den Betriebskosten dazu. Senator Gedaschko bemerkte, dass hier ja eine schöne Ecke Rothenburgsorts sei. Richtig – und an der einen oder anderen Ecke wäre die eine oder andere Million vom Senat auch bitter nötig (nötiger?).
Ein richtig gutes Neujahrsfest hatte Nachbars Katze: skrupellos plünderte das räuberische Vieh die Reste des Bratens, die wir nach der Party auf dem Balkon zwischengelagert hatten. Die Kräuterauflage allerdings hat sie säuberlich abgepult und liegengelassen, die gebackenen Auberginen dezent hinters Geländer gespuckt.
Ein richtig schöner Neujahrsspaziergang über die Billwerder Insel und Kaltehofe, viel Wasser, Pumpenhäuschen, Schiffe, Werften und Natur – stolz konnte ich mal wieder diesen Teil von Rothenburgsort zeigen! Am Ende hat’s sogar allen Kindern gefallen.
Bleibt Kaltehofe autofrei?
Der im Zuge des 6-streifigen Ausbaus der BAB A 1 erforderliche Abriss und Neubau der Brennerhof-Brücke steht offenbar unmittelbar bevor. Nach den bisherigen Erkenntnissen stellt die dann verfügbare einspurige Behelfsbrücke eine ausreichende verkehrliche Lösung dar, sodass eine Öffnung des Kaltehofe-Hauptdeichs für Umleitungsverkehre bisher nicht vorgesehen ist.
Dennoch gibt es seit Jahren durch entsprechende Bestrebungen aus den Vier- und Marschlanden genährte Befürchtungen insbesondere der anliegenden Bevölkerung in Rothenburgsort und Moorfleet, der Kaltehofe-Hauptdeich könnte für den Autoverkehr geöffnet werden.
Ich habe mich daher mit einer Kleinen Anfrage an den Senat gewandt, um diesbezüglich genaueres zu erfahren. Meine Fragen und die Antworten des Senates können Sie hier einsehen.
Das Gelände des industriehistorisch wie naturkundlich interessanten ehemaligen Elbwasserfiltrierungswerkes Kaltehofe dient den Rothenburgsorterinnen und Rothenburgsortern sowie vielen anderen Hamburger Bürgern Erholung in der Natur. Die Deichverteidigungsstrasse über Kaltehofe und die Billwerder Insel ist eine beliebte Strecke für Skater und Radfahrer geworden. Im Juni 2003 beschloss die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte einen Agenda-21-Prozess für die Elbhalbinsel Kaltehofe, der im Januar 2004 von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. gestartet wurde und dessen Ziel es ist, mit den beteiligten Interessenvertretungen ein nachhaltiges Nutzungskonzept zu entwickeln. Das Konzept sieht vor, keinen Autoverkehr auf Kaltehofe zuzulassen. Im Ortsausschuss Vier- und Marschlande wurde von einem BSU-Vertreter die Nutzung des Kaltehofe-Hauptdeichs als “zeitweise” Verkehrsstrasse vorgestellt, falls sich die Baustelle an der Brennerhof-Brücke verlängert. Vor dem Hintergrund, dass nach allen bisherigen Berechnungen die für die Bauzeit geplante Behelfsbrücke für den abzuwickelnden Verkehr ausreichen wird, habe ich zu diesem Thema eine Kleine Anfrage gestellt.

