Carola Veit
19 Nov2010

kinder Monatlich stellen mein Kollege Thomas Böwer und ich eine Kleine Anfrage zu besonderen Vorkommnissen sowie zu Gewaltvorfällen gegen Kinder und Jugendliche in der Betreuung von Hamburger Jugendämtern. Es geht dabei um Minderjährige, die sich entweder in Einrichtungen der Jugendämter befinden, bzw. denen Hilfen zur Erziehung gewährt, oder anderweitige Erziehungs- und Beratungsangebote staatlicher Stellen und Einrichtungen gemacht wurden. Unter “Besonderen Vorkommnissen” versteht man Ereignisse, die weitreichende Folgen für Minderjährige, die Einrichtung, in der sie leben, das Amt für Familie in Hamburg oder in der Öffentlichkeit nach sich ziehen können. Im Oktober 2010 ist die Anzahl der besonderen Vorkommnisse, die aus den Einrichtungen gemeldet wurden, fast gleichbleibend hoch wie im letzten Monat. Die Zahl der Suizidversuche bzw. Selbstverletzungen sind in diesem Monat auf einen Fall gesunken. Leider gab es auch in diesem Monat wieder mehrere Fälle von Körperverletzungen bzw. Misshandlungen und Polizeieinsätzen bzw. Festnahmen. Die Meldungen über unangemeldetes Fernbleiben der Einrichtung sind wie im letzten Monat weiter gestiegen. Die Einrichtungen meldeten jeweils zwei Fälle von Diebstahl und Einbruch, einen tätlichen Übergriff auf einen Betreuer, einen Unfall und mehrere Alkohol-und Drogenmissbräuche. Im Oktober gab es außerdem wieder zwei schwere bzw. meldepflichtige Krankheiten. Ein 5 Tage altes Baby starb an einer schweren Erkrankung. Zwei nicht näher erläuterte besonderen Vorkommnisse wurden unter der Rubrik “Sonstiges” von den Einrichtungen gemeldet. Insgesamt gab es im Oktober 2010 insgesamt 28 besondere Vorkommnisse.

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