Das geplante Kunstwerk “Wings of Hope” für die Veddel sind mal wieder ein Beispiel für einen Tiger-Start und eine Bettvorleger-Landung des Senats. Nicht nur bei der Elbphilharmonie, auch bei kleineren Projekten wird zuerst viel versprochen, aber dann geschlampt.
Nach der Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft aus dem Dezember 2004 sollte im Rahmen der Gestaltung des Auswanderermuseums in der BallinStadt das begehbare Kunstwerk Wings of Hope entstehen, an dem die Namen von Auswanderern angebracht werden sollten. Die Kosten für die Realisierung des Denkmals wurden ursprünglich in Höhe von 270.000 € kalkuliert, welche zunächst auch in den Investitionskosten für die BallinStadt enthalten waren. Die Kosten sollten später, nachdem die Kosten der Ballinstadt erheblich gestiegen waren, durch Sponsoring gegenfinanziert werden.
Der geplante Standort des Kunstwerks in Schneckenform ist später umverlegt worden zum Wilhelmsburger Platz, die Kosten stiegen auf 290.000€ plus 210.000€ für die Gestaltung des Platzes um das Kunstwerk herum. Die Durchführung des Baus liegt bei der Internationalen Gartenschau Hamburg 2013 GmbH (vgl. Drs. 18/7058). Das Denkmal sollte am 4. Juli letzten Jahres eröffnet werden.
In einer Kleinen Anfrage frage ich den Senat:
1. Aus welchem Grund ist das Denkmal Wings of Hope bisher nicht realisiert worden?
2. Wird an den Plänen festgehalten, das Denkmal Wings of Hope auf dem Wilhelmsburger Platz zu errichten?
2.1. Wenn nein, weswegen wurde die Realisierung des Kunstwerkes verworfen?
2.2. Wann und von wem?
2.3. Aus welchem Grunde wurde die Bürgerschaft hierüber nicht informiert?
2.4. In welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt (seit 2004, bitte tabellarisch) standen bzw. stehen Finanzmittel zur Realisierung der Wings of Hope bereit?
3. Liegt die Durchführung des Baus noch immer bei der Internationalen Gartenschau Hamburg 2013 GmbH?
4. Wann soll mit dem Bau begonnen werden? Wann ist mit der Fertigstellung zu rechnen?
5. Gibt es Veränderungen in der Gestaltung der Wings of Hope? (Bitte darstellen)
6. Wie ist der aktuelle Sach- und Finanzierungsstand bezüglich der Umgestaltung des Wilhelmsburger Platzes?
Hier nun die Antwort des Senats.

